Wer sich mit dem Gedanken trägt, in naher Zukunft via Online ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug anzuschaffen, hat dazu umfangreiche Möglichkeiten. Das Internet bietet Plattformen in Hülle und Fülle, wobei sich namhafte und seriöse Online Portale wie mobile.de – Gebrauchtwagen und Neuwagen – Deutschlands größter Fahrzeugmarkt längst bewährt haben. Doch auch anderweitige Fahrzeugbörsen tummeln sich im weltweiten Netz, um die ständig ansteigenden Nachfragen zu bedienen. Doch egal, ob bekannt oder nicht – nicht selten lauern Gefahren und Risiken. Längst sind es nicht nur Käufer, die Opfer sein können, auch Verkäufer sind vor diesen Machenschaften ohne die notwendigen Informationen oftmals nicht gefeit. Es bleibt jedoch deutlich festzuhalten, dass die Online Portale lediglich ihre Plattformen zur Verfügung stellen und keinesfalls die Täterunterstützen. Im Folgenden nun einige Tipps und Tricks, die vor Betrügern und wenig seriösen Verkäufern schützen.

Die Masche nachträglichen Mängeln

Betrüger, die sich vornehmlich auf den Ankauf von Fahrzeugen spezialisiert haben, sind zumeist optimal vorbereitet und setzen auf die Angst der Verkäufer. Insbesondere Fahrzeuge aus der Preiskategorie zwischen 500 Euro und 3.000 Euro sind für die Täter besonders interessant. Klingt zunächst einmal nach einem niedrigen Preissegment. Doch gilt es zu bedenken, dass die Betrugsmasche durchaus 20 bis 30 Mal im Monat erfolgreich funktioniert. So wandern schnell bis zu 10.000 Euro in die Geldbörse der Betrüger.

Und so geht es. Nach einem Online Inserat meldet sich ein Interessent, um einen Besichtigungstermin mit dem Fahrzeug zu vereinbaren. Wird man sich handelseinig, so übergibt der Käufer an Ort und Stelle die ausgehandelte Kaufsumme. Teilweise wird der Verkäufer aufgefordert, das Auto zum Wohnort des Kunden zu verbringen. Einige Tage später meldet sich dann der Käufer und gibt vor, dass bei einem Werkstattcheck erhebliche Mängelentdeckt worden seien, die der Verkäufer nicht angegeben hatte. Er verlangt nun vom vormaligen Besitzer, einen großen Teil des Kaufpreises an ihn zurückzuerstatten. Andernfalls droht der Käufer einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Aus Angst vor dem juristischen Nachspiel oder aus Scham davor, dass man potentielle Mängel unterschlagen hat, wird eine entsprechende Kaufpreiserstattung tatsächlich geleistet.

Es ist nur zu empfehlen, dieses nicht vorzunehmen. Für den Fall, dass Schäden aufgetreten sind, muss der Käufer einen entsprechend seriösen Werkstattbericht vorlegen. Dieser wird in den meisten Fällen jedoch nicht vorgelegt werden können, da eine Untersuchung niemals erfolgt ist. Empfehlung: Nicht zahlen und eine Strafanzeige erstatten. Die Daten des Käufers sollten natürlich zuvor aus einem amtlichen Ausweis mit Lichtbild notiert worden sein.

Lockangebote durch Scheckbetrug

Eine mittlerweile besonders beliebte Version des Betrugs ist die Überweisung per Scheck mit einer Überbezahlung des Kaufpreises. Laut adac.de setzte sich „Käufer“ (vorwiegend aus dem Ausland) zumeist per Mail aufgrund eines Online Inserates in Verbindung. Der (oftmals höherwertige) Kaufpreis wird in der Regel regelmäßig sofort akzeptiert. In der Folge wird ein Brief an den Verkäufer avisiert, der einen Scheck beinhaltet, wobei die Summe deutlich über der des eigentlichen Kaufpreises liegt. Diese Überzahlung soll im Nachgang dazu verwand werden, die Kosten für die Verschiffung oder für die Spedition auszugleichen. Diesen Mehrbetrag soll der Verkäufer schnellstmöglich über Western Union oder Moneygram transferieren. Der Grund liegt auf der Hand: Wenige Tage nach der Einlösung des Schecks wird klar, dass dieser gefälscht oder das Konto des Käufers nicht existent ist. Das Geld, das nunmehr überwiesen worden ist, wäre unwiderruflich in Händen der Betrüger.

Der manipulierte Tachostand

Für Laien ist es beim Gebrauch gebrauchter Fahrzeuge sicherlich schwierig, den „echten“ Kilometerstand auf dem Tacho zu erkennen. Findige Betrüger nutzen diesen Umstand, um die Laufleistung zu ihren Gunsten zu manipulieren, sprich den die Kilometer herunter zu drehen. Während dieses bei Alten Fahrzeugen relativ einfach erfolgen kann, bedarf es bei Autos mit Bordcomputern eines gewissen Know How. Wer sicherstellen möchte, dass der Kilometerstand tatsächlich wie angezeigt lautet, kann dazu selbst eine Überprüfung vornehmen. Dieses ist im Übrigen auch beweiserheblich und gerichtlich verwertbar. Exemplarisch gibt „Google“ darüber Auskunft. Dazu müssen vorgegebene Tastenkombinationen am Bordcomputer bedient werden, so dass der tatsächliche Kilometerstand sichtbar wird. Eine weitere Option besteht darin, sich diese Daten verlässlich über den Fahrzeughersteller (auch über die Firmenwerkstatt) zu besorgen.

Was bei einem Betrugsfall zu tun ist

Besteht der Betrugsverdacht oder ist man Opfer eines Betrugs geworden, so sind folgende Schritte unabdingbar notwendig:

  • Informationen an das Online Portal, bei dem das Fahrzeug angeboten wurde
  • Strafanzeige bei der Polizei erstatteten
  • Nötigenfalls rechtlichen Beistand hinzuziehen
  • Stets die Personalien (auch telefonische Erreichbarkeit oder Kennzeichen der Täter) notieren
  • Beim Fahrzeugkauf/bei der Fahrzeugbesichtigung einen unabhängigen Zeugen mitnehmen
  • Keinen Zahlungsaufforderungen bedingungslos nachkommen

 

 

Bild Quelle: freeiconspng.com

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Wer sich mit dem Gedanken trägt, in naher Zukunft via Online ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug anzuschaffen, hat dazu umfangreiche Möglichkeiten. Das Internet bietet Plattformen in Hülle und Fülle, wobei sich namhafte und seriöse Online Portale wie mobile.de – Gebrauchtwagen und Neuwagen – Deutschlands größter Fahrzeugmarkt längst bewährt haben....