Strom- und Heizkosten machen einen Großteil der Wohnkosten aus. Die Endabrechnung im Frühjahr bringt für viele Verbraucher Nachzahlungen in drei- bis vierstelliger Höhe mit sich. Das sind Summen, die einen einkommensschwachen Haushalt in eine echte Notlage bringen können. Wachsende Bevölkerungszahlen, die mit einem zunehmenden Verbrauch der Energieressourcen einhergehen, deuten darauf hin, dass die Preise in Zukunft weiter steigen werden.

Technische Innovation und neue Erschließungsverfahren wie Fracking konnten zwar neue Energiequellen erschließen, doch eine nachhaltige Lösung bieten sie nicht. Aus ökologischer Sicht sind sie sogar bedenklich. Der Preis, den die Umwelt für die anhaltende Ausbeutung der Natur bezahlen muss, ist für Teile der Bevölkerung zu hoch. Daher wächst der Widerstand dagegen und die Theorie vom ständigen Wachstum, Wohlstand garantiert, findet immer weniger Akzeptanz. Besonders energisch äußert sich dieser Widerstand jedoch, wenn es um die Beibehaltung älterer Energieförderung geht, wie die Vorgänge um den Hambacher Forst gezeigt haben.

Erheblichen Anteil an der Höhe der Preise für Gas, Öl und Strom haben die von der Regierung erhobenen Steuern und Abgaben. Diese machen zusammengenommen mehr als die Hälfte des Endverbrauchspreises aus. Umlagen nach dem Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) und die Haftung für vor der Meeresküste errichtete Windkraftanlagen (Offshore Haftungsumlage) stehen hier besonders in der Kritik. Letztere deswegen, weil das unternehmerische Risiko auf den Verbraucher umgelegt wird und die EEG-Umlage deshalb, weil sie dem Prinzip von Angebot und Nachfrage zuwider läuft. Denn der EEG-Satz steigt vorzugsweise dann, wenn der Strompreis an der Börse sinkt. Grund hierfür sind staatlich garantierte Zahlungen an die Erzeuger umweltfreundlicher Energie. Geht der Preis für Strom an den Börsen in den Keller, vergrößert sich die Differenz zum Garantiebetrag. Dieses Missverhältnis wird über die EEG ausgeglichen.

Die beste Art, Energie zu sparen, ist natürlich keine zu verbrauchen. Doch ständig im Kalten sitzen und aus warmes Wasser verzichten, möchte wohl niemand. Mit Smart Home, LED und anderen effizienten Techniken ist es Forschern gelungen, den Energieverbrauch für dieselbe Leistung erheblich zu senken.

Doch auch der Konsument ist gefragt, wenn es um den sparsamen Gebrauch von Energie geht. Er hat es in der Hand, mit seinem Nutzerverhalten einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und gleichzeitig seinen Geldbeutel zu schonen. Wenn 80 % der von Privathaushalten verbrauchten Energie auf die Erzeugung von Warmwasser und Heizungswärme verwendet werden, deutet das darauf hin, dass es hier ein erhebliches Sparpotential gibt.

Durch Dämmmaßnahmen lässt sich der Heizungsverbrauch deutlich senken, ohne dass dadurch Wohnkomfort verloren geht. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert energetische Sanierungsarbeiten, wenn der Bauherr (oder die Bauherrin) die entsprechenden Vorgaben einhält. Diese sind in der Regel sehr anspruchsvoll, was die Kosten in die Höhe treibt. Unter Umständen dauert es mehrere Jahrzehnte, bis sich die Ausgaben für eine aufwendige Dämmung von Fassaden und Dächern amortisiert haben. Die Frage der Amortisierung stellt sich übrigens auch hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks. Denn sowohl die Neuproduktion des Dämmmaterials als auch dessen Entsorgung verschlingen einiges an Energie. Ob diese Maßnahmen im Einzelfall wirklich sinnvoll sind, lässt sich am ehesten in einem Gespräch mit qualifizierten Energieberatern in Erfahrung bringen.

 

 

 

Bild Quelle: freepik.com

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Strom- und Heizkosten machen einen Großteil der Wohnkosten aus. Die Endabrechnung im Frühjahr bringt für viele Verbraucher Nachzahlungen in drei- bis vierstelliger Höhe mit sich. Das sind Summen, die einen einkommensschwachen Haushalt in eine echte Notlage bringen können. Wachsende Bevölkerungszahlen, die mit einem zunehmenden Verbrauch der Energieressourcen einhergehen, deuten...